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v.l. Ursula Röder-Huber (Wirtschaftsbetrieb), Alfons Duczek (Regisseur), Martin Oemler (Kassenwart), Peter Meinhardt (Technischer Leiter), Dr. Katharina Grünberg (Schriftführerin), Burkhard Wildenberg (Werbeleitung), Thomas Ruf (WEB-Auftritt), Markus Winter (1. Vorsitzender), Corinna van Soldt (2. Vorsitzende, nicht auf dem Bild)
 
Fazit der Dilsberger Burgbühne: Gemeinsam sind wir stark!

Positives Resümee nach 100 Tagen Vorstandschaft
   
15. Mai 2008
 
Bei der Mitgliederversammlung der Dilsberger Burgbühne vollzog sich Ende letzten Jahres ein Neuanfang innerhalb der Vorstandschaft. Der langjährige Laienschauspieler und Schauspielersprecher Markus Winter erklärte sich bereit die Geschicke des Vereins weiterzuführen, stellte sein Konzept sowie ein engagiertes Team vor und erhielt die Zustimmung der Mitglieder. Inzwischen hat sich das neugewählte Gremium etabliert, neue Schritte wurden vollzogen und die Resonanz der Mitglieder nach 100 Tagen ist positiv. Mit Beginn der Freilichtsaison und dem traditionellen Volksstück „Rose von Dilsberg“ zum Jubiläum der Burg, steht ihnen nun eine weitere Bewährungsprobe ins Haus.

Während einer Vorstandssitzung zogen nun Markus Winter (1. Vorsitzender), Corinna van Soldt (2. Vorsitzende), Dr. Katharina Grünberg (Schriftführerin), Martin Oemler (Kassenwart), Peter Meinhardt (Technischer Leiter), Burkhard Wildenberg (Werbeleitung), Ursula Röder-Huber (Wirtschaftsbetrieb) und Alfons Duczek (Regisseur) ihrerseits Bilanz.

Die ersten 100 Tage sind vorbei. Welche Aufgaben hatten bislang Priorität?
Winter: In vielen persönlichen Gesprächen wurde versucht Mitglieder zu motivieren und den alten Stamm der Burgbühne wieder aufleben zu lassen. Durch Kontaktaufnahme mit ehemaligen Schauspielern ist es gelungen, diese zu aktivieren und dadurch hat sich die Besetzungsgröße für 2009 erfreulich erweitert. Der Versuch Teamarbeit zu forcieren, damit viele Leute Hand in Hand in eine Richtung arbeiten, hat sich als der richtige Weg herauskristallisiert.

van Soldt: Da wir uns im Jubiläumsjahr „800 Jahre Burg Dilsberg“ befinden, ist die Burgbühne, als einer von vielen Dilsberger Vereinen, stark in die Organisation und Gestaltung einzelner Events involviert. Einerseits eine schöne reizvolle Aufgabe, aber anderseits zum Teil eine anstrengende Herausforderung.

Oemler: Wir haben ein neues Vereinsprogramm angeschafft, welches mit Daten und vereinsspezifischen Informationen zu „füttern“ war. Die Mitgliederdaten wurden aktualisiert und ein Newsletter für alle Mitglieder mit Mailadresse installiert, um Vereinsinfos zeitnah weiterzugeben.

Dr. Grünberg: Die Priorität liegt dieses Jahr eindeutig auf der Roseaufführung und der 800-Jahrfeier, da muss so manch andere Idee wie beispielweise die Errichtung eines Kindertheaters hinten anstehen.

Wildenberg: Die Gestaltung der Werbemaßnahmen für die diesjährige Aufführung, mit Sponsorengespräche, Druckwerbemaßnahmen sowie die Organisation der Verteilung von Handzetteln und das Anbringen von Plakaten sowie Werbung in Zeitschriften und die Information der Medien Radio und Fernsehen.

Meinhardt: Vom alten Team bin ich der einziger auch im neuen aktiv mit von der Partie und unterstütze es, indem ich mich weiterhin um die Geländepflege der Naturspielbühne und um die Technikanlage kümmere.

Im Februar „kochte das Vorstandsteam für die Mitglieder“, was war der Anlass für diese Aktion?
Winter: Wir suchten den direkten Kontakt zu unseren Mitgliedern, denn ohne sie läuft gar nichts. Damit wollten wir einerseits Dank sagen für die bisher geleistete Arbeit und andererseits für neue Taten motivieren. Das scheint uns gelungen, denn an diesem Abend ging ein „Wir-Gefühl“ durch die Reihen.

Oemler: Diese erste Veranstaltung fand regen Zuspruch und war ein voller Erfolg, was uns die positiven Rückmeldungen bestätigten. So ist eine erfreuliche Zunahme an neuen Vereinsmitgliedern zu verzeichnen.

Im letzten Jahr wurde eine neue Licht- und Tonanlage angeschafft. Hat sich die Investition bewährt?
Meinhardt: Wer zugeschaut hat konnte feststellen, dass die Bühne mehr an neutralen Licht gewonnen hat. Dadurch lassen sich Spielszenen effektvoller ins Bild setzen und durch die Tonanlage konnte die Klangqualität sowie -reichweite gesteigert werden. Beide Anlagen haben sich bewährt.

Winter: Die neue Anlage bietet durch ihre Wetterfestigkeit einen riesigen Vorteil, denn dadurch können bereits die Proben unter normalen Bühnenbedingungen stattfinden.

Die Freilichtsaison steht kurz bevor und mit der „Rose von Dilsberg“ ein Traditionsstück auf dem Programm. Wie laufen die Vorbereitungen?
Winter: Mit diesem klassischen Theaterstück wird auch ein Stück Tradition gepflegt. Bei der Rosenbesetzung ist uns eine gesunde Mischung aus „alten Hasen“ und jungen Nachwuchsschauspielern gelungen. Werner Roth und Karl Schmitt werden noch einmal in ihren Paraderollen als Pleikart von Steinach und Türmer zu sehen sein und Gerhard Schilling, Rudolf Maurer sowie Hermann und Karlheinz Streib kennen das Stück ebenfalls in und auswendig, während die jungen Hauptdarsteller unbefangen an ihre Rolle gehen, ein Gespür für mittelalterliche Sprache und Gefühle der damaligen Zeit entwickeln und internalisieren.

Dr. Grünberg: In diesem Jahr fehlt ein zentraler Regisseur, so dass die Regie auf mehrere Köpfe verteilt wurde. Petra Lehr reist jedes Wochenende 130 km von Limburg an der Lahn an und wird von Hermann Streib unterstützt. Aus dem Vorstand sind vor allem Markus Winter und Corinna van Soldt sehr aktiv. Wir helfen alle mit, um die „Rose“ im Jubiläumsjahr der Burg zum Blühen zu bringen.

van Soldt: Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der Organisation und Unterstützung des traditionellen Volksstücks „Rose von Dilsberg“. Dank der vielen helfenden und sehr engagierten Mitglieder und Mitbürger wird das Theaterstück, wie in den Jahren zuvor, sicher ein Erfolg werden.

Meinhardt: Alfons Duczek arbeitet den beiden Regisseuren gut zu, indem er den jungen Schauspielern ein Gespür für die Sprache vermittelt. Das ist ungemein wichtig.

Während der Schlüsselszene stehen ca. 100 Akteure auf der Bühne, woher stammen all die historischen Kostüme?
Winter: Wir sind in der glücklichen Lage, dass uns Anni Richter - eine begnadete Schneiderin - bereits seit Jahren aus schweren Dekostoffen die unterschiedlichsten Gewänder gestaltet und inzwischen über einen großen Fundus verfügt, auf den wir zurückgreifen können. Durch das Burgjubiläum mit seinen diversen Veranstaltungen besitzt in diesem Jahr auch ein Großteil des Volks sein eigenes Gewand.

Weshalb wurde ein Wirtschaftsausschuss gegründet?
Röder-Huber: Wir wollen bei den Rose-Aufführungen bereits vor den Vorstellungen Speisen und Getränke anbieten, das muss organisiert werden. Die Planungen haben sich konkretisiert, für eine optimale Umsetzung sind wir aber auf Unterstützung angewiesen. Deshalb sind wir froh und dankbar über jeden Helfer der sich bereit erklärt mitzuhelfen.

Welche Visionen sollen in nächster Zukunft realisiert werden?
Winter: Mit Alfons Duczek haben wir einen fantastischen Regisseur, der mit seiner Theaterleidenschaft ansteckend wirkt und viele Ideen bezüglich geeigneter Stücke für unser Laienschauspielerensemble in petto hat. Im Landesamateurtheaterverband wollen wir uns stärker einbringen und eine wichtigere Rolle übernehmen als bisher.

Dr. Grünberg: Die Etablierung eines Kinder- oder Mundarttheaters liegt uns am Herzen.

Wie lautet das Fazit nach den ersten 100 Tagen?
Winter: Ich habe den Entschluss, mich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen nicht bereut, denn ich habe ein starkes Team, mit dem die Zusammenarbeit Spaß macht und effektiv gelingt. Wie alle Vereine sind wir im Internet präsent und das ist nicht einfach so nebenbei zu machen. Mit Thomas Ruf haben wir einen gefunden, der die Internetseite www.burgbuehne-dilsberg.de akribisch pflegt.

van Soldt: Gemeinsam sind wir stark!

Dr. Grünberg: Wir können mit dem was wir bis jetzt erreicht haben wirklich zufrieden sein, auch wenn noch viel zu tun ist.

Oemler: Die Zusammenarbeit mit dem übrigen Vorstand und den Vereinsmitgliedern klappt, ich sehe positiv in die Zukunft.

Duczek: Meine Arbeit ist jetzt einfacher, denn jeder weiß was er tut. Die Transparenz ist größer, dieser Kreis hat Interesse zusammen etwas auf die Beine zu stellen und das prägt – deshalb komme ich hierher.

Vielen Dank für das Gespräch.
Beate Oemler