Abschluss01

Faszinierende Dernière
der „Rose von Dilsberg“
 

Zwei langjährige Laienschauspieler
boten bewegende Abschiedsvorstellung
 

12. Juli 2008

 
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Vier Wochenenden lang begeisterten die Laienschauspieler der Dilsberger Burgbühne mit ihrem Traditionsstück „Die Rose von Dilsberg“. Bei der Abschlussvorstellung zogen sie noch einmal alle Register ihres Könnens und begeisterten vor vollem Haus. Nach der letzten Verbeugung nutzte der Vorsitzende Markus Winter die Gelegenheit, um sich beim gesamten Schauspiel-Team, Regie, Souffleuse, Technik sowie allen Helfern herzlich zu bedanken und holte sie zum großen Finale auf die Bühne. „Geschafft!“, verkündete er und doch würde es keiner, trotz der vielen Proben mit zwei alternierenden Teams, so empfinden.
 
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„Ihr habt mir richtig Freude gemacht“, resümierte er strahlend und zufrieden. Stolz zeigte er sich über die große Anzahl an Elfen, die mit Gesang sowie Tanz das Publikum verzaubert und einen „Ulrich-Fanclub“ gegründet hatten. Für ihre pfiffige Rap-Einlage, eigens mit einer roten Strähne im Haar, „Ulrich Steinach Superstar! Rote Haare – alles klar?“, erhielten sie einen Extraapplaus.
 
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Ein großer Dank galt Anni Richter für den riesigen Kostümfundus, der aus ihren Nähkünsten stammt. Es sei nicht immer leicht die richtige Größe für den jeweiligen Schauspieler zu finden und das bedeute für sie jedes Mal erneute Arbeit. Als Schauspieler mit Vollblut, im wahrsten Sinne des Wortes, wurde „Karlchen“ vom Pferdehof Ziegler in Wiesenbach gelobt, welcher für manch Lacher und frischen Dung sorgte.
 
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Zwei gleichwertige Teams überzeugten mit gelungenen Vorstellungen. Untereinander herrschte ein toller Zusammenhalt, berichtete Markus Winter, denn während die eine Besetzung spielte, mischte sich die andere zur Verstärkung unters Volk oder verfolgte die Aufführung im Publikum. Bei der Premiere erhielt das Team „Freude“ Blumen, bei der Dernière - der Abschlussvorstellung - überreichte die Vorstandschaft dem Team „Spass“ ein floristisches Dankeschön. Die „Rose“, 1910 zum ersten Mal inszeniert, begann manch Darsteller als Knirpse im Kinderreigen - ein Generationentheater, was Rudolf Maurer, Gerhard Schilling und Werner Roth als langjährige Darsteller belegen.
 
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Zwei Schauspieler glänzten bei dieser letzten Aufführung noch einmal in ihrer Paraderolle, bevor sie von der Bühne Abschied nahmen. Dies waren zum einen Werner Roth, der im August seinen 84. Geburtstag feiert, als teufelslustiger „Pleikart“ und zum anderen der „Lenker der Dinge“ Karl Schmitt, welcher im September bereits seinen 86. Geburtstag begeht und dem Publikum für den wunderbaren Abschiedsapplaus aus tiefstem Herzen dankte. Die Schauspielerei kennt kein Alter, das bewiesen die beiden Dienstältesten in beeindruckender Manier. Die Burgbühne überreichte Beiden ein altes „Roseplakat“ - von einer Aufführung bei welcher Werner Roth auch die Regie führte - sowie eine Flasche Rotwein. „Ihr seid wie ein guter Rotwein und werdet mit jedem Jahr besser.“
 
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Am Ende überraschte das Schauspielerensemble mit dem alten Roselied, eine Ode an Werner Roth, der Melodie und Text geschrieben hat.
 
Abschluss17
Gleichgültig ob Rose, Graf, Ritter, Knappe, Elfe oder Volk, alle gaben ihr Bestes und ließen die Zuschauer an längst vergangenen Zeiten teilhaben, die geprägt waren durch Ehre und Schwur, Frieden und Feindschaft, Liebe und Tod. Das romantische Stück hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren und erfreute einmal mehr ein begeistertes Publikum.
 
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In der „Roseschänke“ stießen Besucher und Schauspieler gemeinsam auf die gelungene Freilichtsaison der Burgbühne an, bei der einfach alles passte und selbst auf das Wetter Verlass war.
 
Text: boe
Bilder: bz