Probe 01

„Mirandolina“
wirft ihre Schatten voraus
 

Intensiver Probe- und Arbeitseinsatz
der Dilsberger Burgbühne

5. Juni 2006

 

 
Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Die Dilsberger Burgbühne steht in den Startlöchern und trifft letzte aber entscheidende Vorbereitungen für die diesjährige Freilichtsaison.
 
Nicht nur bei den Schauspielern geht es in die heiße Phase, sondern auch bei der Technik-Mannschaft um Peter Meinhardt geht es rund. Schließlich muss sowohl das Areal um die Bühne wie auch das Bühnenbild rechtzeitig zum Premierenstart fertig sein.
 
Immer wieder finden Arbeitseinsätze der engagierten und unentbehrlichen Helfer hinter den Kulissen statt, um die selbigen anzufertigen und für ein perfektes Ambiente zu sorgen.
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Die unebenen Bodenverhältnisse bei den Sitzreihen waren den Verantwortlichen bereits längere Zeit ein Dorn im Auge, deshalb beschloss man im letzten Herbst „Nägel mit Köpfen“ zu machen, die Zuschauersitzanlage mit Erde aufzufüllen, um ein Erdplanum für die Raseneinsaat herzustellen, damit man auf jedem Platz mit den Füßen Bodenkontakt hat. Die Planungen waren das Eine und die Wetterlage ein Anderes. Bedingt durch den langen Winter und die Feuchtigkeit kam es zu erheblichen Verzögerungen, so dass es erst in der Woche vor Ostern mit den notwendigen Einsäarbeiten losgehen konnte. Gerade noch rechtzeitig, denn inzwischen sprießt das grüne Gras.
 
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Während für die Technik-Mannschaft als nächstes die Gestaltung des Bühnenbildes ansteht, gehen die Schauspieler bei den Proben bereits richtig zur Sache. Der neue Regisseur Alfons Duczek, welcher lange Jahre die Theatergruppe an der PH in Heidelberg geleitet hat, ist ein echter Gewinn für die Burgbühne. Engagiert bringt er sich ein, fordert und motiviert die Akteure, um letztendlich das Beste aus jedem Einzelnen herauszuholen.
 
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Bei „Mirandolina“ handelt es sich um eine spätbarocke Komödie aus dem Jahr 1750, von Carlo Goldoni, welche später von Peter Turrini bearbeitet wurde. Goldoni wollte in seinen Charakterkomödien den Menschen einen Spiegel vorhalten. Jedoch nicht belehrend, sondern lachend sollten sie ihre eigenen Schwächen erkennen.
 
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Um diese zeitlose Thematik zeitgemäß zu präsentieren, hat Alfons Duczek für die Burgbühne das Werk erneut überarbeitet, Teile des Textes verändert sowie personelle und musikalische Elemente hinzugefügt. Der Inhalt handelt von menschlichen Schwächen und Laster wie Heuchelei, Schöngeisterei, Intrige, List. Den Figuren des Stückes, mit ihren spritzigen erfrischenden Dialogen, kann man praktisch überall begegnen.
 
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Die ersten Proben auf der Freilichtbühne verliefen viel versprechend. Letzte Feinheiten, wie Mimik, Haltung und Betonung kitzelt der Regisseur souverän aus dem Ensemble heraus. „Ich will dich baggern sehen, Mädchen! Ganz feste!“ oder „Jetzt darfst du rangehen!“ lauteten seine präzisen Vorgaben und eindrucksvoll demonstrierte er den Laienschauspielern, wie er sich das bei den Aufführungen konkret vorstellt. Seine Begeisterung überträgt sich auf das gesamte Team und wirkt ansteckend.
 
Text: boe
Bilder: bz