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Ein Sommernachtstraum: Vorbereitungen
 2. Juli 2004 
 

Vor jeder Aufführung heißt es für die einzelnen Darsteller zunächst einmal ab zum Schminken. Die fleißigen Hände von Dorina Ringhof, Petra Lehr, Michaela Emmerich, Manuela Klotzbüchner, Claudia Kücherer, Waltraud Kell, Brinja Sefrin-Hornung und Sabine Scheffczyk sorgen dafür, dass jeder Akteur seine für ihn passende Maske erhält. Während die "Visagistinnen" gekonnt und souverän mit Make-up, Puderquaste, Farbe und künstlichen Wimpern hantieren, füllt ein lebhaftes Geplapper den Raum mit Leben. Freudig werden eintreffende Mitspieler begrüßt, sorgenvoll das Wetter beobachtet und neckisch das gegenseitige Aussehen kommentiert. Ca. 1 1/2 bis 2 Stunden dauert es, bis alle Künstler bühnengerecht gestylt sind.
 
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Den Anfang machen die Elfen und die Kobolde, danach kommen peu á peu die Hauptdarsteller an die Reihe. An Farbe darf nicht gespart werden, damit später die Zuschauer auch etwas Erkennen können.
 
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Während die Elfen relativ zügig geschminkt sind, ist die Tätowierung vom "Puck" besonders zeitintensiv. Geduldig lässt sich Wolfgang Zach Blatt für Blatt auf seinen Körper auftragen. Auch bei Spinnweb muss jeder Pinselstrich sitzen, damit die Konturen sichtbar sind.
 
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Eine ruhige Hand sowie ein "starrer Blick" sind gefragt beim Aufkleben der langen, künstlichen Wimpern. Während "Egea" nach dem nächsten Kajalstrich das Schminken überstanden hat, steht "Theseus" am Beginn der Prozedur und wird erst einmal kräftig gepudert.
 
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Nach dem Schminken sind die Haare an der Reihe. Strähne für Strähne wird von Sabine Scheffczyk gekonnt zurecht gesteckt und je nach Rolle wird die Haarpracht kunstvoll mit Efeu verziert. Die Elfenmähne wird von Valeska Ringhof mit der Brennschere gelockt.
 
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Kurz vor Veranstaltungsbeginn trommelt Rudi Reimitz das Team der Hauptdarsteller zusammen. Gleich ist es soweit aber zuvor steht das so genannte "warm up" auf dem Programm. Nun gilt es sich zu lockern und warm zu machen, auf Kommando wird sich gedehnt, gestreckt und gehüpft; dann heißt es wieder zur Ruhe kommen, gähnen und auf den Atem achten.
  
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Danach sind Sprechübungen an der Reihe. Die Laute -p-, -t-, -k- werden deutlich artikuliert, zuerst langsam und dann schnell. Die Mundmotorik wird durch Übungen wie Kaugummi kauen, mit der Zunge Zahnschmelz entfernen, Lippen ablecken und Zunge rausstrecken auf den Einsatz vorbereitet. Vokalübungen sind ein wichtiger Bestandteil, zuerst lieb und danach in aggressiver Form werden alle Vokale gesprochen.
 
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Zum Abschluss wird noch die Mimik geübt. Paarweise wird sich in die Augen geschaut, Zuneigung bzw. Hass gezeigt. In den letzten Minuten vor dem Auftritt wird noch einmal der Text überflogen.
 
Text: boe
Bilder: bz