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Burgbühne entwickelt sich zum Wunderland
BB-Kidz sind heiß auf Theater und alles dreht sich um „Alice“
7. Juni 2014
 
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Unterhalb der historischen Burgruine Dilsberg wird kräftig gehämmert, gesägt, geschraubt und gemalt. Dazu hallt das fröhliche Lachen der BB-Kidz durch das Rund der idyllischen Burgbühne. Für das Kinder- und Jugendtheater startet die heiße Phase der Proben und parallel dazu laufen Bühnenbau sowie Anfertigung der Requisiten.
 
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Die Theaterleidenschaft hat die 45 Akteure auf der Bühne ebenso gepackt wie unzählige Helfer hinter den Kulissen. Gemeinsam kennen sie nur ein Ziel und das heißt: „Alice im Wunderland“, eine abenteuerliche Geschichte die Ende Juni Premiere feiert.
 
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Für Regisseurin Tanja Emmerich, die nach der Vorlage des bekannten Klassikers von Lewis Carroll speziell für ihre BB-Kidz eine Theaterfassung schrieb, ist es nach dem großen Erfolg im Winter in der Halle ihr erstes Stück auf der Freilichtbühne. Ihre aufkommende Nervosität kommentiert „Grinsekatze“ Valerie Maurer gelassen: „Sie spinnt ein bisschen, aber das ist normal!“ Lampenfieber gehört eben mit dazu.
 
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Theater, das ist Tanjas Leben, mit allem was vor, auf und hinter der Bühne passiert und das Allroundtalent bekennt: „Ich wohne wieder auf der Burgbühne.“ Hier kursiert ein Virus namens Theater der alle inspiriert. Eifrig basteln die Akteure nach den Proben Requisiten, zum Beispiel bunte Schmetterlinge aus Zeitungspapier und Kleister, die sie mit Farbe zum „Leben“ erwecken oder helfen wo Not am Mann ist. Eine Herausforderung sind die Kostüme, doch zum Glück hat die Burgbühne Uschi Ess, die mit ihrer Kreativität Katze, Haselmaus, Pilze und Blumen verblüffend zu kleiden weiß. Musik ist das Metier von Nicolai Sommer, der für jede Szene passende Melodien einspielte, die den Effekt auf der Bühne verstärken.
 
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Faszinierende Einlagen sind bei der Burgbühne garantiert und bereits der Einstieg ins Stück ein echter Hingucker, wenn die „Grinsekatze“ übers Gelände streift und Appetit aufs Wunderland weckt. Nach dem Blechmann, Wolf von Hirschhorn und dem jungen Scrooge glänzt Felix Bidmon dieses Mal als „Lewis Carroll“. Ihn reizt die Abwechslung und über seine aktuelle Rolle schwärmt er: „Das ist völlig cool am Ende reinzugehen, nach dem Motto hier bin ich und alles aufzulösen.“
 
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Simon Winter, der sich als Strohmann und Vagabund in die Herzen spielte, ist als verrückter Hutmacher erneut in einer Paraderolle zu sehen und bekennt: „Ich trage privat schon ziemlich lang Hüte und fand den Typen gut, deshalb habe für die Rolle vorgesprochen und es hat geklappt.“ Als „schwarzes Gespenst“ sorgte Elly Seemann im „Kleinen Gespenst“ für allerhand Verwirrung und Durcheinander, jetzt spielt sie die kleine Alice: „Dieses Mal bin ich ein echtes Wesen, ein Mädchen das jungenhaft ist und kein Geist. Es macht mir einfach Spaß zu spielen und vor allem die Gemeinschaft hier.“
 
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Als große Alice steht Lara Seufert zum ersten Mal in einer Hauptrolle auf der Bühne. Vor einem Jahr fing sie in der „Rose von Dilsberg“ als Elfe bei der Burgbühne an und spielte in der Weihnachtsgeschichte Fanny Scrooge. Als sie das Skript las, reizte sie die Rolle der großen Alice und nach dem Vorsprechen war für sie klar: „Das will ich machen.“ Dazu gesellt sich eine köstlich agierende Eva Rümmelin, die als Haselmaus in der Teeszene ihre herzerfrischende Komik ausspielt.
 
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Auch für das Technikteam und die vielen Helfer rund um die Bühne läuft der Countdown. So kehrte Benjamin Zeidler rechtzeitig von einem Auslandaufenthalt zurück und steuert mit Beleuchtung und Pyrotechnik auch in dieser Saison starke Effekte bei. Den richtigen Ton balanciert mit André Wolf und Simon Emmerich ein erprobtes Team aus. „Wenn irgendwo Knöpfe zu drücken sind bin ich dabei!“, versprach Markus Gaa, der über seinen Sohn zur Burgbühne kam und sich inzwischen mit seinen Ideen in der Bühnentechnik unentbehrlich macht. Er wollte in dieser Saison mal reinschnuppern, doch für Regisseurin Emmerich steht bereits fest: „Der ist für die Technik Gold wert, den geben wir nicht mehr her.“
 
 
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Die Burgbühnenfamilie wächst und wer erst einmal vom Theatervirus befallen ist, der wird ihn nicht mehr los. Untrügliches Zeichen dafür ist die Stimmung bei den Vorbereitungen und die ist laut BB-Kidz einfach „Bombe!“
 
Einen kleinen Einblick in die Proben
 
 
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   08.06.2014
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