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Geige kommt für die "Rose" aus Sylt
Mit Kreativität im Einsatz - ein Blick hinter die Kulissen
7. Juli 2013
 
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Die neue „Rose“ begeistert selbst frühere Rosedarsteller, so wie Klaus Kraft, der 1963 als Ritter Wolf von Hirschhorn auf der Bühne stand: „Ich wusste gar nicht, was man aus diesem Stück noch rausholen kann.“ Für Regisseur Alfons Duczek war die Neufassung eine Herausforderung, das bekannte Traditionsstück der Burgbühne so umzuschreiben, dass der alte Charme nicht verloren geht aber es zeitgemäßer zu präsentieren. Dieser Spagat ist ihm in überzeugender Weise gelungen, was der Applaus und zahlreiche positive Rückmeldungen bestätigen.
 
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Zum Gelingen tragen neben glänzend agierenden Darstellern auf der Bühne, auch zahlreiche Helfer im Hintergrund mit ihrer Kreativität und ihrem Engagement bei. Das schätzt der Regisseur bei der Burgbühne, hier bringt sich jeder Einzelne ein und trägt zum Erfolg bei: „Wir alle sind die Burgbühne!“ So wie Regieassistentin Tanja Emmerich, die sich schwerpunktmäßig um die Kinder kümmert. Zusammen mit Katrin Bidmon, der Rose von 2008, übernahm sie den Part Tanz und Choreographie. Über 30 Kids stehen hier mit Freude auf der Bühne und begeistern das Publikum.
 
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Als Schauspieler überzeugt er auf der Bühne und mit seiner musikalischen Bearbeitung, nach einer Vorlage von Elke Kulms, gelang Nicolai Sommer eine gelungene Mischung von alt und neu. Der Musikfan arrangierte zu Hause die überarbeitete Fassung und spielte mit Keyboard und Gitarre die Elfenmelodie ein, zu der die Elfen live singen. Mit ihren Instrumenten rufen Saskia Seufert (Geige), Sophie Watzelt (Querflöte), Tina Maurer, Annika Heinzelmann, Linus Bißmann und Nils Weitzell (Flöte) die Elfen in der Johannisnacht herbei.
 
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Eine emotionale Szene, für die Tina und Valerie Maurer den Musizierenden die Noten schrieben. Für das letzte Wochenende kehrt Saskia Seufert extra einen Tag früher vom Landschulheimaufenthalt aus Sylt zurück. Regieassistentin Tanja holt sie ab und reist mit der „Geige“ zurück auf den Berg.
 
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Sehenswerte Kostüme sind das Markenzeichen von Kostümbildnerin Uschi Ess. So manche Robe aus dem Fundus war in die Jahre gekommen und bedurfte einer Auffrischung. Für die Rose schuf sie zwei neue Kleider, ein Traum in mint und bleu und auch Ritter Wolf ziert ein neues stattliches Gewand. Überwältigend wirken die neuen Elfengewänder sowie die Ausstattung der Trolle. Hier lief im wahrsten Sinne des Wortes die Nadel heiß, denn über dreißig Kostüme waren zu nähen, von denen jedes durch individuelle Details besticht. Eine Wahnsinnsarbeit, die auf der Bühne ihre große Wirkung entfaltet.
 
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Zeitmanagement spielt beim Maske-Team eine entscheidende Rolle. In dieser Saison gibt es keine ausgefallenen Gesichter zu schminken, dafür aber eine große Menge. Angefangen von den Elfen über die Kinder hin zu den Trollen und den Hauptdarstellern. Bei der Grafenmutter ist nicht schön sondern alt schminken gefragt und das Team versteht es in kürzester Zeit Petra Kirsch um Jahre altern zu lassen.
 
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Hier kann sich die Burgbühne auf die Professionalität von Michaele Emmerich, Claudia, Sandra und Janina Kücherer, Manuela Wesch und Waltraud Kell verlassen. Ergänzt wird das Team dieses Mal von einer Reihe weiterer Helferinnen, die tatkräftig beim Grundieren der Kinder mithelfen.
  
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Für eine perfekte Beleuchtung reist Benjamin Zeidler jedes Wochenende aus Köln an, wo der Student zurzeit seinen Bachelor macht. Mit der neuen Nebelmaschine, die mit einem Kuh-Nahrungsergänzungsmittel ungefährlichen Nebel produziert, setzt er stimmungsvolle Akzente. Diese Mischung ist extra ohne Duftstoffe, damit die Pumpe nicht verstopft. Zudem steht er als Rettungssanitäter für eventuelle Notfälle bereit. Seine Ersthelfer-Ausstattung liegt während der Aufführung stets griffbereit im Technikhäuschen.
 
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„Eigentlich bräuchte man 16 bis 20 Finger, um alle Kanäle gleichzeitig zu bedienen.“ Doch André Wolf schafft es auch mit zehn Fingern und steuert den richtigen Ton bei. Die Tontechnik ist ein komplexes Thema und es ist eine Kunst für sich, bis mit den Grenzflächen- und Kondensator-Mikrofonen alle Szenen optimal ausgesteuert sind. Dieses Problem kennt auch Profi Florian Fischer, ein Veranstaltungs-Tontechniker aus Frankfurt. Die Freilichtbühne weckte sein Interesse, weshalb er dem Vorsitzenden Markus Winter seine Unterstützung anbot und den Dilsberg besuchte, um beim diffizilen Einstellen der Elektronik zu helfen.
 
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Technikleiter Björn Feuerstein ist ein Tausendsassa, der in die Fußstapfen des unvergessenen Peter Meinhardts getreten ist und sich gewissenhaft um anstehende Arbeiten auf der Burgbühne kümmert. Die Zusammenarbeit mit den Senioren Klaus Lehr, Rudolf Ohlhauser und Ernst Damaschek klappt gut. Auf diese Männer kann er sich verlassen, schließlich gibt es immer etwas zu tun, zum Beispiel die Erneuerung der Rückenlehnen, die nun für angenehmeres Sitzen sorgen.
 
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Der Wirtschaftsbetrieb obliegt Ursula Röder-Huber. Die gelernte Fachfrau organisiert die Bewirtung der „Theaterklause“ und bereitet mit ihrem Team leckere Snacks zur Stärkung zu. Eine Rose-Aufführung ohne Rose ist undenkbar, auch wenn es sich in diesem Fall um eine süße Köstlichkeit handelt, die frisch zubereitet einfach traumhaft schmeckt. Für diesen Genuss nehmen die Gäste auch ein wenig Wartezeit in Kauf.
 
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Zu einem Theaterbesuch gehört einfach ein Sekt dazu und den serviert die Burgbühne stilvoll vor mittelalterlicher Kulisse. Passend zum Stück wurde erstmals neben dem klassischen Brut ein Rosé ausgeschenkt, der den Besuchern gut mundet. Illuminiert mit zahlreichen Windlichtern präsentiert sich der Sektstand mit beginnender Dunkelheit als besonderer Blickfang.
 
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Nicht zu vergessen, die vielen stillen Helfer die rund um die Aufführung an verschiedenen Plätzen ihren Dienst verrichten. Sei es am Kassenhäuschen, bei der Kinderbetreuung oder im Service, hier steht jeder seinen Mann beziehungsweise Frau. Das Rosefieber hat alle Beteiligten fest im Griff.
 
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Jeder der Informationen zum Stück, der Burgbühne im Allgemeinen oder Presseberichte sucht, der wird auf www.burgbuehne-dilsberg.de fündig. Das World Wide Web ermöglichte es Thomas Ruf, trotz Beruf in Frankfurt und berufsbegleitendem Studium in Rotenburg an der Fulda, alle relevanten Themen online zu stellten und aktuell zu informieren. Für ihn war es leider die letzte Saison, denn aus beruflichen Gründen übergibt er die Seite an Simon Emmerich. Für seinen Einsatz sagt die Burgbühne ein herzliches Dankeschön. 
 
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Das letzte Aufführungswochenende steht bevor, am 12. und 13. Juli jeweils um 20:30 Uhr zieht das Volksstück aus vergangener Ritterherrlichkeit das Publikum zwei weitere Male in seinen Bann und erzählt von Glück und Liebe, Schmerz und Leid, Hinterlist und Verrat.
 

Text: boe
Bilder: bz
07.07.2013
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