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Hommage an die „Rose“ zum 100-jährigen Jubiläum
Vorspiel mit den schönsten Szenen des bekannten Ritterepos
25. Juni 2010
  
Vor hundert Jahren führte Autor Bruno Hermann Hottenroth das Traditionsstück „Rose von Dilsberg“ zum ersten Mal auf. Das geheimnisvolle Treiben auf der Burg fesselt nach wie vor das Publikum. Für die alte Sage aus dem Neckartal stehen 150 Leute auf der Bühne und erwecken den Zauber der Johannisnacht. Alle vier bis fünf Jahre - das nächste Mal voraussichtlich 2012/13 - bricht auf dem Berg „Rosezeit“ aus, denn in geringeren Abständen lässt sich das opulente Schauspiel nicht verwirklichen. Als Hommage an die „Rose“ gibt es im Jubiläumsjahr ein Vorspiel, eine Mixtur der Schlüsselszenen, zu denen Vorstand Markus Winter viel Vergnügen wünschte.
 
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Da durfte der Dialog zwischen Pförtner (Gerhard Schilling/Rudolf Maurer) und Geselle (Thomas Muley/Hermann Streib) nicht fehlen, der in wohl gesetzten Worten über geheimnisvolle Vorgänge der Johannisnacht informiert und einlädt zum heil´gen Märchen seelger Liebesnacht.
 
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Temperamentvoll tanzt die Kinderschar mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen den Hochzeitsreigen und versprüht pure Lebensfreude, erfrischend unbeschwert einstudiert von Esther Pieper. Begeistert klatschte das Publikum im Takt mit.
 
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Glücklich turteln Rose von Dilsberg (Stefanie Streib) und Ritter Wolf von Hirschhorn (Andreas Kübler) über den Rasen, necken sich und fallen sich zärtlich in die Arme. Ungetrübt bekunden sie sich gegenseitig ihre große Liebe. Doch das Schicksal will es anders und mit gebrochenem Herzen nimmt Rosamunde von ihrem im Zweikampf getöteten Liebsten herzzerreißend Abschied, bevor sie von dannen eilt um angeblich ihre Laute zu holen.
 
Markant erklingen Stimmen aus dem Off - die Personen sind nicht zu sehen - der Dialog zwischen Graf von Lauffen (Herbert Heiligers) und Pleikart aus Steinach (Werner Roth) mit seinem unverwechselbar teuflischen Lachen. Aus weiter Ferne hört man „Rose“ die dem Blutvergießen ein Ende macht, bevor sie sich vom Söller stürzt.
 
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„Versunken im Westen ist eben die Sonne, jetzt naht für uns Elfen die Stunde der Wonne.“ Mystisch tauchen die Elfen hinter den Büschen hervor und ziehen mit ihrem grazilen Tanz und gefühlvollen Gesang das Publikum in ihren Bann.
 
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Mit Katharina Grünberg und Corinna van Soldt lag das Einstudieren der Tänze wieder in bewährten Händen mit musikalischer Unterstützung von Elke Kulms. Die Elfen sind eine eingespielte Gruppe, die bereits 2008 zum 800-jährigen Jubiläum der Burg die Zuschauer faszinierten und in diesem Jahr neue junge Elfen integrierten.
  
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Reges Interesse weckte das vielfältige Text- und Bildmaterial über die bisherigen Roseaufführungen, die von Frans Hermans zusammengestellt wurde. Beim Betrachten wurden viele Erinnerung wach und so manche Kuriositäten lebhaft geschildert, die sich während der Aufführungen ereignet hatten. Auf zwei Rose-Kenner traf das in besonderem Maße zu, unvergessen Karl Schmitt als Türmer und Werner Roth der rothaarige Pleikart aus Steinach, die mit ihrem leidenschaftlichen Spiel viele Jahre das Publikum begeisterten.
 
Vorstand Winter zeigte hinauf auf die Mantelmauer und berichtete, „Diese letzten Worte hat Rose da oben gesprochen.“ Doch glücklicherweise habe der liebe Gott manches Mal ein Einsehen mit uns sündigen Menschen und ließe Dinge einen anderen, unvorher- sehbaren Verlauf nehmen, wie im Stück vom zerbrochenen Krug.
 
 
 
 
 
 
Text: boe
Bilder: bz
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