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Projekt Kassenhäuschen
gibt Anlass zur Freude
 
Dank für gute Zusammenarbeit
und Schlüsselübergabe

  
16. Juni 2010
 
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Das „Einweihungsrichtfest“ des neuen Kassenhäuschens der Stadt Neckargemünd, im ehemaligen Pfarrgarten Dilsberg, war für alle Beteiligten ein stolzer Anlass. Die Anfänge der Geschichte reichen mit dem Erwerb des Areals durch den Rhein-Neckar-Kreis fast zwei Jahre zurück, der seitdem eine umfangreiche Sanierung des Geländes durchführte.
 
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Im Zuge dieser Baumaßnahme übernahm die Stadt die Kosten für ein erforderliches Kassenhaus mit Funktionsräumen, das nun im Beisein von Architekt, beteiligten Firmen, Helfern, Stadt- und Ortschaftsräten, Burgbühne und Feuerwehr sowie Paul Schäfer und Jürgen Obländer vom Rhein-Neckar-Kreis eingeweiht wurde.
 
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Bürgermeister Horst Althoff blickte mit großer Freude auf die Entwicklung dieses Projekts zurück. „Es ist ein Segen, dass der Kreis hier investiert und in Absprache mit uns tätig wurde. Die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt ist hervorragend.“ Die Sanierung der Sandsteinmauern rings um das Gelände, die Gestaltung des großen Platzes sowie die Erneuerung der Wege, es ist unglaublich viel passiert. Auf städtischem Grund entstand das „Burgbühnenhäuschen“ rechtzeitig für die beginnende Spielsaison, für Kartenausgabe, Sektausschank sowie dringende Bedürfnisse.
 
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Architekt Günter Bähr habe hervorragende Arbeit geleistet und sich überdurchschnittlich engagiert. Ihm, den ausführenden Handwerksbetrieben sowie den ehrenamtlichen Helfern der Burgbühne Dilsberg galt der besondere Dank des Bürgermeisters, aber auch dem Gemeinderat der dem Projekt zustimmte, in das 95.000 € investiert wurden. Die gut angelegt seien. Sein Dank galt der Sparkasse Heidelberg die sich ebenfalls mit einer Spende beteiligte. Er wünschte dem Kartenhäuschen viel Arbeit, sprich viele verkaufte Karten und freute sich, dass neben dem Lagerraum für die Feuerwehr auch noch ein Platz für den Rasenmäher vom Kreis gefunden wurde.
 
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In dem optisch ansprechenden Gebäude, einem 6,5 Meter großen Kubus, befindet sich eine behindertengerechte Toilette sowie ein Lagerraum für die Feuerwehr und ein weiterer für die Burgbühne. Die großen Fensteröffnungen im Frontbereich werden durch Klappläden gesichert, die sich bei Veranstaltungen nach oben auf schwenken lassen und als Vordach dienen.
 
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Der Fußboden aus Holzpflaster stammt aus Resten der alten Hütte und die Außenfassade erhielt einen Streichputz im Fachwerkcharakter. Die Gestaltung passt sich harmonisch in das historische Terrain ein, wovon sich Dr. Claudia Baer-Schneider von der Denkmalpflege bei einem Ortstermin überzeugte.
 
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Zwei schöne Motive zieren die beiden Kanaldeckel auf dem Platz, die drei Löwen von Baden-Württemberg und eine Windrose. Architekt Bähr stiftete gemeinsam mit Bernhard Bambach, Garten- und Landschaftsgestaltung Wiesloch, den einen und für den anderen wird noch ein Spender gesucht. Auf der Außenmauer zum Burghofweg rankt ein Apfelspalier, von dem sich Paul Schäfer den ersten „Dilsberger Calvados“ erhofft.
 
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Die Planungsaufgabe klang einfach, nach dem Motto „rechteckig, praktisch, gut“, sollte ein kleines, heißt nicht so teures Gebäude entstehen, berichtete Architekt Günter Bähr. Da die Grundstücksgrenze haarscharf am Gebäude vorbei verläuft, fungierte die Stadt als Bauherr und in der vertiefenden Planung wurde gemeinsam mit Stadtbaumeister Dr. Franz-Georg Scheffczyk um jeden Quadratmeter heftig gerungen.
 
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Am Ende fand der „Planungsbeirat“ mit Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann und Peter Meinhardt von der Burgbühne immer eine akzeptable Lösung. Er dankte allen für die gute Zusammenarbeit, wünschte den Nutzern sowie der Burgbühne viel Erfolg, Null Baumängel und überreichte den obligatorischen Schlüssel an Bürgermeister Althoff, der ihn sofort an den Ortsvorsteher mit der Bitte um pflegliche Behandlung weiterreichte.
 
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Zimmermann Rainer Stetzelberger kletterte für den Richtspruch aufs Kupferdach. Zu gereimten Worten erhob er sein Glas auf die Schauspielkunst, wünschte dem Gebäude allzeit Glück sowie Gottes Schutz vor Feuer und warf zur Bekräftigung das Glas auf den Grund.
 
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„Ich kann mir keinen Ortsvorsteher im Kreis vorstellen, der so stolz auf ein Gelände ist, wie ich heute.“, schloss sich Bernhard Hoffmann den Dankesreden an. Er stellte explizit die ausführenden Handwerksbetriebe vor, dankte der Firma Harald Theocharidis für die gespendete Sanitäreinrichtung, überreichte den ehrenamtlichen Helfern ein Präsent und erwähnte das gute Zusammenspiel mit dem Kreis.
 
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Die erste Bewährungsprobe für das Kassenhäuschen steht mit dem Spielbeginn „Der zerbrochene Krug“ am 25. Juni 2010 an und Regisseur Alfons Duczek schwärmte, „Ich habe mich von Anfang an in diese Anlage verliebt.“ An diesem Tag konnte man überall nur strahlende Gesichter entdecken, eine engagierte Zusammenarbeit wurde von einem gelungenen Ergebnis gekrönt. Darauf erhoben die Gäste ihr Glas und verbrachten, von der Feuerwehr bewirtet, einen gemütlichen Abend.
  
Beteiligte Firmen:
Bernhard Bambach, Pflasterarbeiten
Thomas Heller, Elektroarbeiten
Martin Holschuh, Elektroarbeiten Burgbühne
Jürgen Jungmann, Fliesen
Rainer Stetzelberger, Holzbau
T&K Harald Theocharidis, Sanitär
Schmitt - Generalunternehmer
 
Text: boe
Bilder: bz