Plakat Rose2008

Dilsberg rüstet sich
zum Hochzeitsmarsch
der „Rose“ 2008


Johannisnacht – Nebelschleier ziehen um die Burg, geheimnisvolle Elfen lassen ihren wehmütigen Gesang erklingen, entsteigen den modernden Grüften und erinnern an schön Röschen. So beginnt eine der schönsten Sagen des Neckartals. Passend zum 800-jährigen Jubiläum der Burg führt die Dilsberger Burgbühne eine Tradition fort und inszeniert das Ritterepos „Rose von Dilsberg“. Der Countdown läuft, die Premiere am 20. Juni 2008 rückt in greifbare Nähe. Zeit für die Generalprobe und das an einem Freitag den 13., wenn das kein gutes Omen ist.
 
Spannung liegt greifbar in der Luft, alle sind hochkonzentriert. Zum ersten Mal unter Aufführungsbedingungen, geschminkt und in Originalkostümen, bedeutete für die Akteure: Jetzt wird es ernst! Das Regieteam Petra Lehr und Hermann Streib verfolgte akribisch jede Spielszene, achtete auf Stellung, Gestik, Mimik sowie Artikulation der Laienschauspieler, um noch letzte Feinheiten bei der Umsetzung ihrer Anweisungen herauszukitzeln. Viel gab es nicht mehr zu beanstanden, „In voller Montur spielen die ganz anders!“, stellte Regisseurin Lehr erleichtert fest.
 
Das tragische Spiel aus vergangener Ritterherrlichkeit von P. Hottenroth hat seit seiner Uraufführung Anno 1910 nichts von seinem Reiz verloren. Ungefähr 100 Komparsen werden auf der beeindruckenden Naturbühne direkt unterhalb der Burg stehen, um die Hochzeit der Grafentochter mit Ritter Wolf von Hirschhorn zu feiern und gemeinsam mit ihr um ihren Liebsten bangen.
 
Das teuflische Gelächter des Schicksals, das grandiose Ambiente der Burg, die Grafenfamilie, Ritter, Knappen und das gewandete Volk – all das fügt sich zusammen zu einem eindrucksvollen Bild.

   
Althoff 2008d Grußwort des Bürgermeisters
Anlässlich des 800-jährigen Burgjubiläums führt die Laienspielgruppe „Burgbühne Dilsberg“ in diesem Jahr erneut das romantische Volksstück „Die Rose vom Dilsberg" auf der schönen Naturbühne vor der Burg auf. Die Sage erzählt von Freud und Leid auf dem Dilsberg und lässt die vergangene Ritterherrlichkeit wieder lebendig werden.
 
Bereits seit 1910 führen die Dilsberger dieses von Bruno Hermann Hottenroth zu einem packenden Ritterspiel verarbeitete Stück in unregelmäßigen Jahresabständen auf. Die Volksspiele finden bei der Bevölkerung und den Besuchern stets herausragendes Interesse. Die intensive Zusammenarbeit und die Begeisterung der vielen Mitwirkenden sowie der Zusammenhalt der Ortsbewohner beeindrucken immer wieder die Gäste von nah und fern. Die romantische Kulisse der Burganlage und die Schönheit der Umgebung tragen ebenfalls zum Erfolg der Aufführungen bei.
  
Ich bin sicher, daß die Aufführungen der "Rose vom Dilsberg" gerade in diesem Jahr besondere Resonanz erfahren werden und bedanke mich bei allen Mitwirkenden. Den Besuchern wünsche ich interessante Eindrücke beim Besuch des Dilsbergs und viel Spaß am farbigen Geschehen auf der Burgbühne.
 
Horst Althoff - Bürgermeister Neckargemünd
   
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Dilsberger „Rose“
zieht alle in ihren Bann


Bereits beim Durchschreiten des Torturms, dreht sich das Rad der Zeit zurück, denn Knappen halten Wache und geben den Weg frei. Die „Burgschänke“, idyllisch unter den Kastanienbäumen vor der Freilichtbühne gelegen, lädt mit ihrem mittelalterlichen Ambiente zur Einkehr ein. Zum Vernaschen ist die „Rose“ einfach unwiderstehlich und als süße Leckerei heiß begehrt.

In geheimnisvollen Worten erzählt der Pförtner dem fahrenden Gesellen, welch Zauber sich alljährlich in der Johannisnacht auf der Dilsberger Burg vollzieht. Wehmütiger Gesang erklingt und Elfen huschen um die Burg, so beginnt die Sage, in der die Dilsberger Grafentochter Rosamunde den Ritter Wolf von Hirschhorn freien will.

Aufgeregt berichtet der Türmer von außergewöhnlichen Vorbereitungen drüben auf Steinach und mahnt den Schlosshauptmann zur Vorsicht. Auch Grafenmutter Kunigunde ist besorgt und warnt ihren Sohn, den Grafen von Dilsberg vor dem „Fuchs“ aus Steinach. Ungeachtet dessen, geloben sich Rose  und Wolf ewige Treue.

Derweil ersinnt Pleikart von Steinach, dessen vermeintlich gefallener Sohn bereits in Kinderjahren durch leichtsinnigen Elterneid der Rose versprochen wurde, eine List mit der er die Hochzeit hintertreiben kann. Das Dilsberger und Hirschhorner Volk bejubelt bereits das junge Paar, welches sich das ewige Bündnis versprechen will, als überraschend Ulrich von Steinach hervortritt und lautstark sein Recht fordert.

Zum Entsetzen der Hochzeitsgäste kommt es zum Duell, bei welchem Wolf tödlich getroffen wird. Vom Schmerz überwältigt überreicht Rose ihre Brautblüten an Renate und eilt von dannen um ihre Laute zu holen, bevor sie nach Steinach ziehen muss.

Als Ulrich von der niederträchtigen Handlungsweise seine Vaters erfährt, legt er enttäuscht seinen Namen ab und verzichtet auf seine Braut - doch zu spät. Rosamunde, inzwischen auf den Söller enteilt, folgt ihrem Liebsten in den Tod.

Eine tolle Gemeinschaftsleistung der Dilsberger Burgbühne begeistert die Zuschauer, welche die Akteure mit kräftigem Beifall belohnen. Dem Regieteam Petra Lehr und Hermann Streib ist es gelungen, die Ereignisse des Ritterepos spannend in Szene zu setzen. Dazu haben auch die vielen Helfer im Hintergrund, die für eine Aufführung unentbehrlich sind, beigetragen. Sei es in der Maske, durch Musik, Tanz und Choreographie, Technik, Souffleuse, Anfertigung der Gewänder oder bei der Bewirtung – eine geschlossene Teamleistung prägt den Gesamteindruck.

 
 
 
Berichte zur "Rose 2008"
 

„Rose von Dilsberg“ erweist der Burg zum Jubiläum ihre Reverenz
  
Dilsberg rüstet sich zum Hochzeitsmarsch der „Rose“
   

Dilsberger „Rose“ zieht alle in ihren Bann  
  
Noch ein Mal öffnet sich der Vorhang für die „Rose“  
  
Faszinierende Dernière der „Rose von Dilsberg“

   
 Die Macher im Überblick
 Regie1 250  Regie2 250  Souffleuse 250  AnniRichter  
Regie
Petra Lehr
  
Regie
Hermann Streib
 
 Souffleuse
Monika Weinert
 
Kostüme &  Laienspieltanzgruppe
Anastasia Richter
 
 Musik 250 Katharina 250   Corinna 250  Technik1 250  
 Musikeinspielung
Elke Kulms
 
Tanz & Choreographie
Katharina Grünberg
 
Tanz & Choreographie
Corinna van Soldt
  
 Leiter Technik
Peter Meinhardt
 
 
 Technik4 250 Technik3 250  Technik5 250  Ohlhauser   
Lichttechnik
Benjamin Zeidler
  
Tontechnik
Harald Breitenbach
 
 Tontechnik
Raoul Weber
 
Bühnenbau
Rudolf Ohlhauser
 
 
Technik2 250 Weinert Maske1 Maske2  
Bühnenbau
Klaus Lehr
Bühnenbau
Herbert Weinert
Maske
Stephanie Klotzbücher
 
Maske
Michaele Emmerich
 
Maske3 Maske4 maske5 Maske6  
Maske
Manuela Klotzbücher
 
Maske
Claudia Kücherer
 
Maske
Sandra Kücherer
Maske
Waltraud Kell
 
  
 
 
 
   Darsteller Team 1 & 2
 Rosamunde1 250  Rosamunde3 250 Wolf1 250 Wolf2 250  
 "Rosamunde 1"
Kathrin Bidmon
 
 "Rosamunde 2"
Stephanie Streib
 "Wolf 1"
Steffen Hoffmann
 "Wolf 2"
Andreas Kübler
 
 
 Kunigunde1 250  Kunigunde2 250  GrafLaufen1 250 GrafLaufen2 250   
 "Kunigunde 1"
Gisela Krambeer-Müller
 
 "Kunigunde 2"
Christa Kohl
 
 "Graf Laufen 1"
Axel Bedbur
 
 "Graf Laufen 2"
Herbert Heiligers
 
 
Pleikart1 250  Pleikart2 250 Ulrich1 250  Ulrich2 250   
 "Pleikart 1"
Karlheinz Streib
 
 "Pleikart 2"
Werner Roth
 
 "Ulrich 1"
Martin Häffner
 
 "Ulrich 2"
Adrian Abele
 
 
 Tuermer1 250 Tuermer2 250  Pfoertner1 250  Pfoertner2 250  
 "Türmer 1"
Pavel Bobrov
 
"Türmer 2"
Karl Schmitt
  
"Pförtner 1" 
Gerhard Schilling
 
"Pförtner 2"
Rudolf Maurer 
 
 
Renate1 250 Renate2 250  Hauptmann1 250  Hauptmann2 250  
 "Renate 1"
Tanja Emmerich
 
 "Renate 2"
Michaela Schulz
 
 "Schlosshauptmann 1"
Andreas Weber
 
"Schlosshauptmann 2" 
Thomas Muley
 
 
 Gesell1 250 Gesell2 250  Herold1 250 Herold2 250   
 "Fahrender Geselle 1"
Hermann Streib
 
 "Fahrender Geselle 2"
Thomas Muley
 
"Herold 1" 
Rudolf Ohlhauser
 
 "Herold 2"
Burkhard Wildenberg
 
 
      

Knappen:
Simon Winter
Sebastian Klotzbücher
Frederik Schmitt
Simon Emmerich
 
Schwertkampf und Knappen:
Rolf Harth

 Knappen1  
 
Impressionen von Spielszenen
Rose 2008 005 Rose 2008 006
 
Rose 2008 007 Rose 2008 008
 
Rose 2008 009 Rose 2008 010
 
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Rose 2008 020
 
Texte: boe
Bilder: bz