Burgbühne Dilsberg probt intensiv für
„Hamlet – Ein Klassiker steht auf der Probe“

 08.-10 Mai 2026
  
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Noch sieben Wochen bis zur Premiere: Auf der Burgbühne proben die Schauspieler seit Februar, inzwischen an den Probenwochenenden mit Hochdruck. Das fast 70-köpfige Ensemble arbeitet an „Hamlet – Ein Klassiker steht auf der Probe“, einer originellen Inszenierung, die eine Theaterprobe mit Shakespeares Meisterwerk verbindet.
 
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Ein ganzes Wochenende lang prägten Kampf- und Fechtszenen das Geschehen. Dafür reiste erneut der erfahrene Kampfchoreograf Thomas Ziesch nach Dilsberg. Seit vielen Jahren entwirft der Bühnenprofi für die Burgbühne die Kampfszenen und stellt sicher, dass die Kämpfe auf der Bühne nicht nur eindrucksvoll wirken, sondern auch sicher ablaufen. Der Spaß bleibt dabei selbstverständlich nicht auf der Strecke.
   
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Zusammen mit Hamlet, Laertes, dem König, der Königin sowie Horatio, Marcellus, Bernardo und Francisco probte er die verschiedenen Szenen. Diesmal „darf“ auch die Bühnencrew kämpfen. Im Stück gewährt sie dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen. Am Wochenende griffen sie nun zu Degen und Stöcken. Sie übten Schrittfolgen, Bewegungen und studierten die Abläufe ein.
   
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Thomas Ziesch schaut sich die Szenen zuerst von außen an. Schon dabei entstehen erste Vorstellungen für Bewegungen und Choreografien. „Ich hab da eine Idee“, sagt er meistens und geht direkt hinein ins Geschehen. Zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern probiert er in verschiedenen Varianten die Sequenzen aus. Manchmal gibt es drei oder vier Möglichkeiten, die durchprobiert werden. Erst wenn alle Bewegungen stimmig wirken, wird eine endgültige Fassung festgelegt. Diese wird dann immer wieder geübt, schließlich muss sie bei den Aufführungen sicher und automatisch ablaufen.
   
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Regisseur Stefan Falk-Jordan führt in diesem Jahr erstmals Regie auf der Dilsberger Bühne. Für ihn ist es sein bisher größtes Projekt. Zu den Proben kommt er regelmäßig aus Karlsruhe und wohnt dann direkt neben der Bühne in der Jugendherberge. Seine Inszenierung mischt den Originaltext der Hamlet-Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel mit heutiger Sprache. So entsteht ein Stück über eine Theaterprobe, die immer wieder aus dem Ruder läuft.
  
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Die Schauspieler treten in Alltagskleidung auf, proben ihre Szenen, vergessen Texte oder streiten über Abläufe und die Rollenvergabe. Kostüme gibt es auch noch keine, die Souffleuse kämpft ebenfalls mit ihrem Text, und die Pyrotechniker haben ihr Zertifikat erneut nicht geschafft und improvisieren. Das knappe Budget zeigt sich immer wieder.
  
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Simon Emmerich beherrscht seinen Hamlet-Text bereits; jetzt feilt er an den Feinheiten. An den Probenwochenende bietet sich für alle die Möglichkeit, einzelne Szenen zu vertiefen und auch das Zusammenspiel und die Übergänge zu üben.
  
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Die Regisseurin, gespielt von Ada Brizzi, und ihr Assistent Sven Lindekugel versuchen, den Überblick zu behalten und die Nerven zu bewahren. Gar nicht zu einfach. Denn auch die Intendantin des Staatstheaters schaut ab und an vorbei. Sie ist ganz begeistert und könnte vielleicht doch noch ein paar zusätzliche Mittel locker machen. Zusätzliche Unruhe bringen die Ortsvorsteherin (Michaela Deichl) und ihre Assistentin (Rebecca Henzen) auf die Bühne. Die Ortsvorsteherin nutzt jede Gelegenheit, um Werbung für ihre nächste Wahl zu machen.
   
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Während auf der Bühne geprobt wird, herrscht hinter den Kulissen emsiges Treiben. Die Techniker richten Licht und Ton ein, Requisiten werden perfektioniert. Oliver Arundel feilt im Hintergrund an der Musik, während das Verpflegungsteam alles für die Gäste vorbereitet. Klar wird: Nicht nur das Ensemble, der gesamte Verein ist auf den Beinen – die Premiere im Blick.
    
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Am Sonntagnachmittag läuft der erste Akt komplett durch. Noch passt nicht alles, bemerkt Falk-Jordan in der Feedbackrunde. Jetzt gilt es, die Übergänge zu glätten, die Textbücher endgültig beiseitezulegen und die Leistung abzurufen.
  
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„Hamlet – Ein Klassiker steht auf der Probe“ zeigt nicht nur eine neue Sicht auf den Shakespeare-Stoff. Das Stück zeigt auch, wie ein Theaterstück entsteht: oft chaotisch, manchmal komisch und immer spannend. Gerade dieser Blick hinter die Kulissen dürfte für das Publikum den besonderen Reiz der diesjährigen Inszenierung ausmachen.
   
T. mbue
B. mbue, BZ
   
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