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Don Gil von den grünen Hosen
verdreht den Frauen die Köpfe

Dilsberger Burgbühne begeistert
mit spritzigem Lustspiel

26. Juni 2009

 
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Es ist wieder soweit, die Dilsberger Burgbühne eröffnete die Freilichtsaison und feierte mit ihrem neuen Stück „Don Gil von den grünen Hosen“ eine erfolgreiche Premiere. Das Bühnenbild direkt unterhalb der Burg führt die Besucher in einen Madrider Park, in dem „Don Gil“ den Frauen gleich reihenweise den Kopf verdreht.
 
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In der Komödie, sehr frei nach Tirso de Molina und der Bearbeitung von Regisseur Alfons Duczek, geht es um Liebe, natürlich auch um Leid, es geht um Geld und Intrige, kurzum es geht um Menschen und wie im richtigen Leben - drunter und drüber.
 
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Die temperamentvolle Matadorin (Tanja Emmerich) führt durch das Stück und stimmt das Publikum, von Susana Simon auf der Gitarre begleitet, musikalisch auf das Geschehen ein. Dona Juana (Corinna van Soldt) trifft inkognito mit ihrem Diener (Pavel Bobrov) in Madrid ein, um ihren treulosen Geliebten zurückzugewinnen.
 
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Don Ramon (Markus Winter) trifft mit seinem väterlichen Freund Don Osorio (Herbert Heiligers) in Madrid ein, wo er nach dem Willen seines Vaters, unter dem Namen Don Gil, die Tochter des reichen Don Pedro (Gerhard Schilling) heiraten soll. Als Dona Juana zufällig von einem geplanten Treffen zwischen Ines (Kathrin Bidmon) und Ramon erfährt, eilt sie vor ihm als junger Kavalier in grünen Hosen zu dem Treffpunkt und gibt sich als den avisierten Don Gil aus.
 
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Ines und ihre Cousine Dona Clara (Svenja Gärtner) die sie begleitet sind von „Don Gil“ entzückt. Beide verlieben sich heftig in den zarten Jüngling und lassen ihre Verehrer Don Fabio (Simon Winter) und Don Alfonso (Martin Häffner) links liegen, weshalb diese beschließen, sich an Don Gil zu rächen.
 
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Ramons finanzielle Situation wird immer aussichtloser, als er den von Don Osorio ausgehändigten letzten Scheck seines Vaters verliert. Da sein Werben um Ines ebenfalls erfolglos ist, will auch er am falschen Don Gil Rache nehmen. Über all dies wird Juana von ihrem Diener unterrichtet, der als Zigeunerin verkleidet alle Beteiligten ausspioniert und bereitet sich dementsprechend vor.
 
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Um Mitternacht treffen im Park gleich vier, in grüne Hosen gekleideten, Don Gils aufeinander. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, die zu einem dramatischen Duell zwischen Juana und Ramon führt, dessen Ausgang allen Beteiligten die Augen öffnet und die füreinander bestimmten Paare schließlich zusammenführt.
 
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Eine gelungene Inszenierung, die auf dem Weg zum Happy End mit ironischen Textpassagen sowie aktionsreichen Handlungen besticht. Neben einer fantastischen Gesamtleistung sind zwei junge Darsteller bemerkenswert, Tanja Emmerich und Simon Winter, die kurzfristig einsprangen, das in sie gesetzte Vertrauen von Regisseur Alfons Duczek rechtfertigten und in ihren Rollen überzeugten. „Zurück zur Natur“, so beschreibt der Regisseur die Kulisse, die mit wenigen Requisiten und differenzierten Lichteffekten auskommt.
 
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Traumhaft schöne, von Uschi Ess geschneiderte Kostüme und eine fein abgestimmte Maske genügen, denn das Stück lebt von der Aktion der Schauspieler auf der Bühne und wie der begeisterte Applaus zeigt, gelingt das dem Team der Burgbühne überzeugend.
 
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Die Spielfreude war dem Ensemble deutlich anzumerken und überzeugte das Publikum. Auch in diesem Stück ist die Handschrift von Regisseur Alfons Duczek zu erkennen und die Leistung der Darsteller dementsprechend äußert effektiv. Das komplette Team freut sich auf die folgenden Wochenenden an denen sich alles um die "grünen Hosen" dreht.
 
Text: boe
Bilder: bz