"Ein Sommernachtstraum" auf der Burgbühne
Premiere
25.Juni 2004
 

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Die 1. Vorsitzende der Burgbühne Dilsberg, Gisela Krambeer-Müller, begrüßte in launigen Worten die wetterfesten Zuschauer und wünschte gute Unterhaltung. Dann wurde es ernst, das Spiel konnte beginnen.
 
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Theseus (Herbert Heiligers) bespricht mit seiner geliebten Hippolyta (Andrea Pietzonna) letzte Hochzeitsvorbereitungen.
 
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Da erscheint Egea (Uschi Heiligers) und verlangt von ihm die Entscheidung, dass ihre Tochter Hermia (Sarah Daucher) den ihr bestimmten Demetrius (Markus Winter) heiraten muss und nicht den von ihr geliebten Lysander (Daniel Rüger).
 
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Theseus macht Hermia klar, dass ihr nichts anderes übrig bleibt als Demetrius zu heiraten, Nonne zu werden oder sterben zu müssen. Verzweifelt blickt Hermia in die Zukunft. Auch Hippolyta kann sie nicht trösten, denn für sie zählt nur die Liebe zu Lysander. In ihrer Verzweiflung beschließen Lysander und Hermia, sich in der Nacht im Wald zu treffen um zu fliehen.
 
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Als Hermia ihre Freundin Helena (Svenja Bayer) trifft erzählt sie ihr von ihrem Kummer und von ihrer geplanten Flucht. Helena, die selbst unerwidert in Demetrius verliebt ist, verrät diesem alles in der Hoffnung, dass er ihr dann mehr Beachtung schenkt.
 
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Die Handwerker der Stadt treffen sich in der Nacht im Wald, um für die große Hochzeitsfeier ein Theaterstück einzustudieren. Das Stück heißt: "Die höchst jammervolle Komödie und der höchst grausame Tod des Pyramus und der Thisbe."Squenz (Jürgen Hornung) übernimmt die Rollenverteilung.
 
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Zettel (Rudi Reimitz) erhält die Rolle des Pyramus, während sich Schnock (Hansjörg Kopp) mit der Rolle des Löwen abfinden muss.
 
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Immer wieder gibt Zettel eine Kostprobe seines schauspielerischen Talents und unterbricht Squenz bei der Rollenverteilung. Flaut (Matthias Layer) muss die Rolle der Thisbe auf sich nehmen und in Frauenkleidern auftreten.
 
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Nachts im Wald sind die Elfen und Kobolde zu Gange und liefern sich neckische Verfolgungsjagden.
 
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Die Dienerinnen der Elfenkönigin, Senfsamen (Sabrina Ohlhauser), Spinnweb (Stefanie Streib), Motte (Daniela Rittlinger) und Erbsenblüte (Karina Kopp) albern mit Puck, dem Waldschrat (Wolfgang Zach), herum.
 
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Während Motte und Puck auf den Elfenkönig und die Königin warten, schäkern sie leidenschaftlich miteinander.
 
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In der Nacht herrschen im Wald der Elfenkönig Oberon (Karsten Meyer) und seine Frau Titania (Solveig Mitsch) mit ihren Elfen. Die beiden haben sich zerstritten, weil sie ihm ein indisches Fürstenkind geraubt hat. Als sie sich im Wald treffen fliegen die Fetzen.
 
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Titania will nicht nachgeben: "Nicht für dein Königreich. Ihr Elfen fort mit mir! Der Streit wird heftig, wenn wir länger hier." Daraufhin zieht die Elfenkönigin mit ihrem Gefolge ab.
 
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Oberon ist erzürnt und will Titania ihren Trotz büßen lassen. Er schickt Puck los, ihm die Blume, die vom Pfeil Amors getroffen wurde, zu holen. Wenn er mit dem Blumensaft Titanias Augen beträufelt, dann wird sie sich in das erste Wesen verlieben, welches sie sieht und einem Liebeswahn verfallen. "Und eh ich sie von diesem Zauber löse, wie ich´s vermag mit einem andern Kraut, muss sie mir den indischen Knaben lassen."
 
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Helena irrt hinter Demetrius durch den Wald. Verzweifelt ruft sie ihm zu: "Soll´s mein Tod auch sein, steh!" Aber Demetrius macht ihr ganz deutlich klar, dass er nichts von ihr wissen will. Sie soll abhauen und ihn in Ruhe lassen. "Fort, sonst passiert was! Fort! Ich geh allein!" Oberon, der diese Szene aufmerksam verfolgt, beauftragt Puck auch ihn mit dem Saft der Blume zu beträufeln.
 
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Die Elfen tanzen zu einem Feenlied noch einen Reigen, dann eilen sie in Windeseile davon.
 
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Nur Motte bleibt als Wache bei der schlafenden Elfenkönigin zurück. Aber Puck lenkt sie erfolgreich ab und Oberon beträufelt Titanias Augen mit dem Saft, der ihr den Kopf verwirrt mit Leidenschaft.
 
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Auch Lysander und Hermia sind vom Laufen so müde, dass sie sich hinlegen wollen. Hermia besteht darauf, dass Lysander einen gebührlichen Abstand von ihr hält. Puck findet den schlafenden Lysander und beträufelt auch ihn mit dem Saft der Wunderblume.
 
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Inzwischen treffen die Handwerker im Wald zu ihrer Probe ein. Zettel eilt zu der Wand, die von Schnauz (Gerhard Schilling) dargestellt wird und spricht, völlig entrückt, mit seiner geliebten Thisbe durch einen Mauerschlitz.
 
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Der betrunkene Schlucker (Waltraud Wagner) hat die schwerwiegende Aufgabe übernommen, den Mond zu verkörpern. Zettel, der sich kurz von seinen Kollegen entfernt, kommt  mit Eselsohren zurück, die ihm Puck angezaubert hat. Seine Handwerkskollegen rennen voller Angst aus dem Wald und lassen ihn allein zurück. Titania, die gerade aus ihrem Schlaf erwacht, sieht als erstes Zettel und stürzt sich voller Leidenschaft auf ihn.
 
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Bei Lysander wirkt bereits der Zaubersaft, leidenschaftlich offenbart er der verdutzten Helena seine Liebe. Als dann auch noch Demetrius, ebenfalls mit dem Blumensaft beträufelt, ihr seine Zuneigung gesteht, hält sie das Ganze für ein Komplott und fühlt sich von den Beiden verspottet.
 
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Der schelmische Puck hat mit den völlig verwirrten Liebenden ein Einsehen und beträufelt den schlafenden Lysander mit dem erlösenden Gegenmittel. Unterdessen erfreut sich der mit Eselsohren versehene Zettel weiter an den zärtlichen Bekundungen Titanias: "Wie ich dich liebe! Wie ich dich vergöttere!"
 
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Der große Tag ist endlich da, Theseus heiratet seine Hippolyta und nicht nur das, es findet eine Dreier-Hochzeit statt. Hermia darf endlich ihren Lysander heiraten und Demetrius Herz ist letztendlich doch noch für Helena entflammt. Somit feiern gleich drei glückliche Paare, nach allerlei Verwirrungen, ein rauschendes Fest.
  
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Zur Unterhaltung der Hochzeitsgesellschaft findet nun das Theaterstück der Handwerker statt. Pyramus säuselt mit seiner liebsten Thisbe am Mauerritz und verabredet sich mit ihr für die heutige Nacht an Nickels Grab. Thisbe verspricht zu kommen: "Sei´s lebend oder tot, ich komme, wenn ich kann."
 
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Pyramus findet an der verabredeten Stelle lediglich Thisbes blutverschmierten Umhang und vermutet, dass sie von Löwen "defloriert" wurde. Daraufhin zieht er sein Schwert und tötet sich. Als Thisbe aus dem Wald kommt, muss sie voller Schrecken feststellen, dass ihr Geliebter tot ist und scheidet ebenfalls aus dem Leben.
 
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Aus Freude über die geglückte Vorstellung führen die Handwerker als Zugabe noch einen "Bergomasker Tanz" auf.
 
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Demetrius und Helena genießen ihr junges Glück in vollen Zügen. Die Zeit schreitet voran und Theseus löst die Tafel auf: "Die Mitternacht rief Zwölf mit eherner Zunge. Zu Bett, Verliebte! Bald ist Geisterzeit!"
  
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Somit ist die Hochzeitsfeier beendet und die Paare ziehen sich glücklich zurück. Nur einer bleibt zufrieden und voller Schalk zurück - Puck.
 
Text: boe
Bilder: bz