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„Zauberer von Oz“ weckt Theaterleidenschaft
 
Burgbühne Dilsberg präsentiert Kinder- & Jugendtheater

März 2011

Bei der Burgbühne Dilsberg stehen in diesem Jahr Kinder & Jugendliche im Scheinwerferlicht. Das junge Ensemble ist mehr oder weniger mit dem Traditionsstück „Die Rose von Dilsberg“ groß geworden. Beim Kinderreigen sammelte der Großteil der Akteure erste Bühnenerfahrung und wechselte dann zu den Elfen oder wurde als Knappe aktiv. Bei der Aufführung im letzten Jahr kam aus ihren Reihen die Anfrage, ob man nicht mal ein Kinder- & Jugendtheater aufführen könne, was beim Vorstandsteam auf offene Ohren stieß.

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Jede Probe startet mit einem „warming-up“, das macht die Spieler frei und locker. Mit unterschiedlichen Übungen werden Bewegungsläufe abgestimmt, z.B. wie bewege ich mich bei Angst oder wie schaue ich überrascht, damit das gewünschte Gefühl abgerufen und glaubhaft verkörpert werden kann. Wir sind eine tolle Gruppe!“, war von den Hauptdarstellern übereinstimmend zu hören.
 
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Ein eingeschworenes Team, dessen Spielfreude bereits bei den Proben rüberkommt. Die Hauptrolle der warmherzigen „Dorothy“ teilen sich Tina Maurer und Raya Neumann. „Wir wollten so etwas schon immer machen und zeigen, dass wir mehr können als nur tanzen.“, bekannte Tina und Raya ergänzte, „Es macht Spaß mit Freunden zu spielen und das Stück ist wirklich gut.“
 
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Das bestätigte auch Simon Winter, der bereits Theaterspielpraxis vorweisen kann und die Zusammenarbeit klasse findet. Felix Bidmon kam über seine Schwester Katrin zur Burgbühne, sie spielte die Rose und er hatte als Knappe nicht viel zu sagen. Als „Blechmann“ sucht er sehnsüchtig ein Herz und findet die richtigen Worte. Seinen Klassenkameraden Dennis Schieck motivierte er ebenfalls zum Mitspielen, der ausdrucksvoll einen Löwen auf dem Weg zu mehr Mut verkörpert. „Mein Kostüm habe ich noch nicht gesehen, aber ich bin schon sehr gespannt.“
 
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Mit Petra Kirsch fand man eine engagierte Regisseurin und mit dem „Zauberer von Oz“ ein modernes Märchen von Lyman Frank Baum, das sie in der Bearbeitung von Thomas Birkmeir kreativ umsetzt. Von der Erfahrung der gelernten Erzieherin und Theaterpädagogin, die mehrere Jahre das Kinder- & Jugendtheater „Lambefiewa“ in Wiesenbach leitete, profitiert das gesamte Team. Temperamentvoll demonstriert sie ihre Vision, welche die Akteure mit Gestik und vollem Körpereinsatz umsetzen, ohne dabei eine deutliche Artikulation zu vergessen.
 
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Die „böse Hexe“ spielt Tanja Emmerich nur im Stück, in der Realität ist sie der gute Geist der Truppe und hilft überall, wo Not „an der Frau“ ist. Auf der Bühne richtig fies und gemein zu sein, das musste sie erst lernen. „Aber das ist das Tolle man wächst bei der Burgbühne mit jeder Rolle und so eine richtig fiese, gemeine Rolle ist was richtig Spannendes.“, stellte sie schmunzelnd fest.
 
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Ungemein wichtig ist die Stimmbildung, denn gerade auf Freilichtbühnen ist ein deutliches und lautes Sprechen erforderlich. Die Übungen verpackt die Regisseurin in Spiele, damit die Kinder Spaß beim Üben haben.
Beim Erarbeiten der Szenen werden zufällige, witzige Improvisationen bewusst in den Spielablauf eingebaut. „Die Spieler werden animiert ihre eigene Vorstellung in das noch unbelebte Skript einzubringen, das macht es lebendig und glaubhaft.“ Die Kleinen sind mit viel Power dabei und können bereits ihren Text. Das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt klappt. Alle sind motiviert dabei und arbeiten konzentriert. Das ist auch ein Verdienst der Regisseurin, die den Zusammenhalt stärkt und die Proben abwechslungsreich gestaltet.

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Ergeben umringt das Mampfervolk die gute Hexe des Nordens (Vera Ohlhauser), das klappt auch ohne Kostüm und ungeschminkt. Schritt für Schritt wird jede Passage in Szene effektvoll gesetzt und der Spaß kommt nicht zu kurz.
 
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Spielwitz und Improvisationskunst ist von den Krähen Fathead und Chatterbox sowie den Apfelbäumen Tutti und Frutti gefragt, ein Fall für Valerie Maurer, Sophia Ohlhauser, Nicolai Sommer und Sonja Mann. Akribisch wird jede Geste bis ins kleinste Detail erarbeitet und immer wieder geprobt bis jeder Handschlag sitzt.
 
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Mit ihrem Ensemble ist Petra Kirsch zufrieden, man spielt sich gegenseitig die Bälle zu und schafft sauber. Noch finden die Proben im Raum statt, doch spätestens wenn die ersten Frühlingsknospen sprießen, geht es hinaus auf die Freilichtbühne. Ende Juni ist Premiere, dann dreht sich alles um den „Zauberer von Oz“ und die spannenden Abenteuer von Dorothy, Vogelscheuche, Blechmann und Löwe. Ein Stück für die gesamte Familie, das auch Erwachsene verzaubert.
 
Die jungen Schauspieler können es kaum abwarten bis es soweit ist
und die Zuschauer dürfen sich auf ein besonderes Theatererlebnis freuen.
 
Text: boe
Bilder: bz
15.03.2011